Demografische Daten – Angaben zum Stand, der Struktur und der Entwicklung der Bevölkerungszahl – haben im Gesundheitswesen besonderes Gewicht. Da das Erkrankungsrisiko mit dem Lebensalter der Menschen stetig steigt und auch das Geschlecht und die Zugehörigkeit zu bestimmten sozioökonomischen Gruppen Einfluss auf den Gesundheitszustand haben, lassen sich mit dem Blick auf demografische Daten bereits wichtige Hinweise auf den Bedarf und die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen und vor allem deren zu erwartende Entwicklung gewinnen. Demografische Daten sind daher eine unabdingbare Voraussetzung für die Gesundheitsberichterstattung und auf ihr basierende gesundheitspolitische, medizinische und wirtschaftliche Entscheidungen.1
Zusammenfassung
Im Folgenden wird die demografische Entwicklung in Hessen dargestellt.
Die Bevölkerung in Deutschland nimmt kontinuierlich ab. Für Hessen trifft dies ebenfalls zu, allerdings etwas langsamer als in Deutschland insgesamt. Prognosen zufolge werden im Jahr 2060 nur noch knapp 5 Mio. Menschen in Hessen leben.
Die Lebenserwartung hingegen nimmt weiterhin zu. So spricht das Max-Planck-Institut für demografische Entwicklung von zusätzlichen drei Monaten jährlich, um die sich das Leben verlängern wird. Laut Prognosen steigt die Lebenserwartung bei Geburt bei männlichen Kindern von heute 76,74 auf 83,5 Jahre bis zum Jahr 2050, bei den weiblichen Kindern sogar von 81,97 auf 88 Jahre.
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Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt. |
Die Geburtenrate in Deutschland und in Hessen ist im europäischen Vergleich sehr niedrig. In den letzten Jahren scheint jedoch der jahrelange Rückgang gebremst worden zu sein. (Abb. 43) Gleichzeit zum Anstieg der Anzahl der Privathaushalte gibt es einen Trend zu kleineren Haushalten. Auch die Anzahl der Unverheirateten nahm in den letzten Jahren zu.
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Siehe auch Hessischer Gesundheitsbericht 2001.