Zahnmedizinische Versorgung und Mundpflege dürfen im Alter nicht zur Nebensache werden. Nur wer gut sprechen, kauen und lachen kann, wirkt sympathisch und hat Freude am Essen, Leben und fröhlich-aktiven Sozialkontakten. Neben diesen Aspekten darf auch der Blick auf gesundheitsökonomische Aspekte nicht vernachlässigt werden. Bedingt durch deutliche Wechselwirkungen, insbesondere der Parodontitis zu allgemeinmedizinischen Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Lungenerkrankungen sowie Magen-Darm-Störungen, können nach neueren Erkenntnissen bei gesunden Mundverhältnissen deutliche Einspareffekte in diesen Erkrankungsbereichen erwartet werden.
Seit vielen Jahren wird die Zahngesundheit der Bundesdeutschen durch das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) erhoben. Für die Altersgruppe der 65- bis 74-jährigen Senioren wurden insbesondere die Parameter Karies, Parodontalerkrankungen und Zahnverlust/Zahnersatz untersucht.
Die vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV, 2005) wurde9 für Hessen separat ausgewertet, sodass die zahlenmäßige Größenordnung abgeleitet werden kann. |
-
Die vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV, 2005) versteht sich als eine alle acht Jahre wiederholte epidemiologische Bestandsaufnahme für die Bundesrepublik Deutschland, die die Entwicklung und Verbreitung der Volkskrankheiten Karies und Parodontitis innerhalb Deutschlands aufzeigt und soziale Faktoren, die die Mundgesundheit beeinflussen, beleuchtet.