Impfungen
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Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten präventiven Maßnahmen der Medizin, sie schützen vor Infektionen und deren Komplikationen. Impfempfehlungen werden bundesweit von der ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut herausgegeben. Die in Hessen altersgerecht erforderlichen Impfungen werden in einem Katalog zusammengefasst, der in Anlehnung an die STIKO-Empfehlungen vom Hessischen Sozialministerium herausgegeben wird. (Abb. 9) Quelle: hessische Schuleingangsuntersuchungen. Grafische Darstellung: REBMANN RESEARCH
Entwicklung der Impfquoten zum Zeitpunkt der |
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| Quelle: hessische Schuleingangsuntersuchung |
Seit 2004 wird bei der Schuleingangsuntersuchung nicht nur die einmalige, sondern die zweimalige Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen. 2009 waren über 90 % der Kinder zweimal geimpft, allerdings wird damit das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Elimination der Masern derzeit noch verfehlt. Danach sollen 95 % der Kinder bis zum Jahr 2015 zweifach gegen Masern geimpft sein. Wenn sich der Trend der vorangegangenen Jahre fortsetzt, kann das Ziel jedoch noch erreicht werden. (Abb. 10)
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| Quelle: hessische Schuleingangsuntersuchungen |
Die Hepatitis-B-Impfung wurde erst im Jahr 2000 Bestandteil des Katalogs empfohlener Impfungen in der hessischen Schuleingangsuntersuchung. Damals konnte schon die Hälfte aller untersuchten Kinder die Impfung vorweisen. Es dauerte dann aber noch einige Jahre, bis eine hohe Impfquote für effektiven Impfschutz mit vier Impfungen erreicht werden konnte. Die Empfehlung der vierten Impfung wurde erst im Jahr 2009 eingeführt, wobei sich diese in der Praxis zu diesem Zeitpunkt schon durchgesetzt hatte. (Abb. 29)
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| Legende: Kinder ohne Impfpass sind nicht in der Darstellung berücksichtigt. Quelle: Hessisches Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) |
Die Impfquoten gegen Tetanus und Diphtherie werden durch die verwendeten Kombinationsimpfstoffe nahezu gleich häufig gegeben.
Nur bei wenigen Kindern, die einen Impfpass vorlegen, fehlen einzelne Impfungen komplett. Dies ist am relevantesten für die Hepatitis-B-Impfung (4,2 % ohne Impfung) und die Masern/Mumps/Röteln-Impfung (3,3 % ohne Impfung). (Abb. 13 ), (Abb. 14)
Legende: Die Skala der Spritzen stellt die Anzahl der Auffrischimpfungen dar. Die Impfquote entspricht dem Anteil an Kindern, die die jeweilige Anzahl an Auffrischungen erhalten hat. S1: empfohlene Anzahl an Impfungen (S1<1: noch nicht implementierte, aber vorgesehene Empfehlung) und der grüne Anteil entspricht dem Anteil an Kindern, die die empfohlene Anzahl an Auffrischimpfungen oder mehr erhalten hat. Quelle: hessische Schuleingangsuntersuchungen
Legende: Siehe Abb.13. Quelle: hessische Schuleingangsuntersuchungen. Grafische Darstellung: REBMANN RESEARCH
Die Impfungen gegen Meningokokken und Varizellen waren für die in 2009 untersuchten Kinder zwar noch nicht im Rahmen der regulären Impfung empfohlen (dies ist erst für Ende 2011 bzw. 2012 vorgesehen), sind aber schon in großer Breite vorhanden.
Die Impfung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird nur für Risikogebiete empfohlen. Die Risikogebiete Hessens liegen mit Ausnahme des Landkreises Marburg-Biedenkopf in Südhessen. In den Risikogebieten waren im Jahr 2009 51 % der Kinder mindestens dreifach geimpft.
Bundesvergleich
Für die Publikation des Ländervergleichs und der Bundesdaten erhält das Robert Koch-Institut die Impfzahlen der Schuleingangsuntersuchungen aus den Bundesländern und stellt sie zusammen. Die aktuellsten verfügbaren Zahlen stammen aus dem Jahr 200826. Leider sind die Impfempfehlungen und die Erhebungsstandards bei vielen Impfungen nicht einheitlich. Bei vielen Impfungen hat ein Teil der Länder weniger Impfdosen gefordert als in Hessen. Nur zwei der empfohlenen Impfungen sind bundesweit einheitlich. (Abb. 11)
Quelle: Epidemiologisches Bulletin. Aktuelle Daten und Informationen zu Infektionskrankheiten und Public Health. Robert Koch-Institut (Hrsg.). Nr. 16. April 2010. http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/rex5YcoTSgTU/PDF/22kZfqpsHmXPro.pdf.
Hessische Kinder sind im Vergleich mit den alten Bundesländern und auch im Vergleich zur Bundesrepublik leicht überdurchschnittlich geimpft. Die Durchimpfung in den ostdeutschen Bundesländern ist aber noch deutlich höher. (Abb. 12 )
Quelle: Epidemiologisches Bulletin. Aktuelle Daten und Informationen zu Infektionskrankheiten und Public Health. Robert Koch-Institut (Hrsg.). Nr. 16. April 2010. http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/rex5YcoTSgTU/PDF/22kZfqpsHmXPro.pdf.
- In der hessischen Schuleingangsuntersuchung werden vierzehn verschiedene Impfungen erfasst. Eine Unschärfe ergibt sich dadurch, dass die STIKO die Empfehlungen zum Teil abhängig von den verwendeten Impfstoff-Kombinationen gibt, diese aber aus den Schuleingangsuntersuchungen nicht bekannt sind.
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Anteil vorgelegter Impfpässe und Impfquoten gegen Pertussis und Masern nach Bundesländern 2008:
Bundesland mit Impfausweis Baden-Württemberg 92,3 % Bayern 92,4 % Berlin 91,2 % Brandenburg 94 % Bremen 87, % Hamburg 93 % Hessen 93,1 % Mecklenburg-Vorpommern 94 % Niedersachsen 91,9 % NRW 91,3 % Rheinland-Pfalz 91,9 % Saarland 91,6 % Sachsen 94,1 % Sachsen-Anhalt 92,3 % Schleswig-Holstein 90,4 % Thüringen 94,7 % Deutschland 92,1 % Alte Bundesländer 91,9 % Neue Bundesländer 93,9 % - Siehe auch: Robert Koch-Institut; Epidemiologisches Bulletin Nr. 48, Dezember 2010.
Termine, Querverweise und Links
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Frau Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong
GesundheitsberichtHessen@hsm.hessen.de





