Die meisten Menschen haben den Wunsch, solange wie möglich selbstständig in der vertrauten häuslichen Umgebung leben zu können. Von den heute 100-Jährigen in Deutschland leben noch ein Drittel selbstständig zu Hause.
Im Vergleich zum Bundesgebiet liegt Hessen mit 2,9 % der Pflegebedürftigen auf dem 9. Rang und leicht über dem Bundesdurchschnitt von 2,7 %.14
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Unterstützung für pflegende Angehörige
Was viele nicht wissen: Menschen, die Angehörige pflegen, können sich eine Pause von der Pflege nehmen – zum Beispiel für einen Urlaub oder für andere Freizeitaktivitäten. Die Pflegeversicherung ermöglicht dafür an bis zu 28 Tagen im Jahr eine Ersatzpflege.15
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Mit steigendem Alter wächst in der Regel das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Die altersstrukturellen Veränderungen haben damit erhebliche Implikationen auf die zukünftige Nachfrage nach Pflegeleistungen und den Versorgungsbedarf bei Pflegebedürftigkeit. In Hessen ist die Anzahl der Pflegebedürftigen in den letzten zehn Jahren von 145.445 auf 186.893 gestiegen.
Annähernd drei Viertel (74,5 %) aller Leistungsempfänger wurden zu Hause versorgt und davon die große Mehrheit (71,2 %) ausschließlich durch Angehörige. Damit liegt unser Bundesland im Ländervergleich an der Spitze13. Von diesen 100.067 Pflegebedürftigen waren knapp zwei Drittel (61,5 %) der Pflegestufe I zugeordnet, während von den zu Hause durch Pflegedienste versorgten mehr Fälle der Pflegestufe II oder III zugeordnet waren. (Abb. 42) Darunter waren auch 150 Härtefälle. Die knapp 19.000 Pflegekräfte hatten durchschnittlich 2,1 Patientinnen und Patienten zu Hause zu betreuen.
Legende: Das Schaubild stellt die Versorgung der 2009 insgesamt 186 900 Pflegebedürftigen in Hessen nach Art der Betreuung und nach Pflegestufen dar.
Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Wiesbaden, 2010
Die 46.400 vollstationär betreuten Personen waren überwiegend den schwereren Pflegestufen zugeordnet, wobei 1,4 % (640) dieser Pflegebedürftigen noch keiner Pflegestufe zugewiesen waren. In der stationären Pflege kamen durchschnittlich 1,2 Patientinnen und Patienten auf eine Pflegekraft.
Rund 1.650 Pflegebedürftige erhielten teilstationäre Pflegeleistungen. Diese Leistungsempfänger erhalten in der Regel auch Pflegegeld oder ambulante Pflege und sind daher in der Gesamtzahl der Leistungsempfänger bereits erfasst.
Im Regierungsbezirk Darmstadt sind die Senioren in Wiesbaden am fittesten. In der Landeshauptstadt bewegt sich die Quote der Pflegebedürftigen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung mit 2,3 % unter dem Landesdurchschnitt – ebenso wie in Frankfurt am Main (2,4 %), Darmstadt (2,5 %) und Offenbach (2,5 %). Höher liegen die Pflegequoten in den Regierungsbezirken Gießen und Kassel, wobei dort auch der Anteil an über 75-Jährigen besonders hoch ist. Hessenweit verzeichnet der Landkreis Darmstadt-Dieburg (2,1%) die niedrigste sowie der Werra-Meißner-Kreis (4,7%) die höchste Zahl an Pflegebedürftigen.
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Vgl. Hessisches Sozialministerium, 2010.
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Hessisches Statistisches Landesamt, Wiesbaden, 2010.
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TK-Landesvertretung Hessen, 2010.